Wie aus einem Geburtsgeschenk für einen
Sohn ein Transportrad entstand

BellaBike

Wie alles entstand

Alles begann im Jahr 2000 …

… in Frederiksberg (Dänemark). Erik Larsen ein Familienvater und Schmid erwartete sein erstes Kind, das er und seine Frau Peter nennen wollte.
Wie bei vielen Vätern die ein Kind erwarten, hatte auch er einen fast euphorischen Drang, sich auf das Baby vorzubereiten. Während andere das Kinderzimmer streichen, die Krippe zusammenbauen usw. baute er ein Lastenrad, um damit auch den Transportbedarf für Frau und Kind zu erfüllen. Peter wurde geboren und der aufregende Tag kam, als Peter und seine Mutter ihre erste Probefahrt mit diesem Lastenrad machten. Die Reise war kurz und endete abrupt und kollidierender Weise mit einem Verkehrsschild.

Peters Mutter rief aus: „Den cykel er ustabil, det er ikke mig der kører med den, det er cyklen der kører med mig, Peter må aldrig mere komme op i den usikre cykel!“ Frei übersetzt: „Das Fahrrad ist instabil, ich fahre es nicht, das Fahrrad fährt mich, Peter darf nie wieder auf diesem unsicherem Rad sitzen!“

Etwas sehr Grundsätzliches musste daher passieren, bevor Peter wieder mit seiner Mutter auf Tour gehen konnte. Erik dachte lange und intensiv nach, drehte alles auf den Kopf und entwickelte ein Lastenrad mit Hinterradantrieb. Dabei entschloss er sich Peters Mutter von Anfang an in diesen Entwicklungsprozess für das neue Lastenrad mit einzubeziehen.
Sie stellten dabei eine Reihe von Anforderungen für das zukünftige, perfekte Transportfahrrad auf als Grundlage ihrer Ideen:

  • Es sollte praktisch, verbraucherfreundlich und schön sein
  • Es sollte mindestens 10 Jahre halten
  • Es sollte robust und einfach zu reparieren sein
  • Es sollte leicht zu manövrieren sein und stabil bleiben
  • Die Transportbox sollte solide, sicher und geräumig sein und Platz für zwei Kinder bieten
  • Alle Kinder sollten sicher befestigt werden können
  • Der Preis sollte dabei erschwinglich bleiben

Wie verkauft man 11 Fahrräder?

Die Idee das Fahrrad in Serie zu produzieren kam eher durch ein Zufall.
Als Freunde und Bekannte von Erik hörten, dass er ein neues Fahrrad nach den oben genannten Anforderungen herstellen wollten, wollten viele auch eins. So entschied sich Erik Rahmen für 12 Fahrräder herzustellen, um genug für alle zu haben.
Wenn man ein Fahrrad für sich selbst bauen will, verwendet man das Prinzip „Verwertung von Restmaterial“, bei 12 Fahrräder jedoch muss man Fahrradteile und notwendige Materialien neukaufen, womit die Fahrräder einen Preis bekommen, dadurch wollten unsere Freunde dann doch kein Fahrrad mehr abnehmen.
Wie verkauft man nun 11 Fahrräder? Die Antwort: „Den Blå Avis“! (eine dänisches Kleinanzeigenzeitung) 
Aber hier durfte man nur Fahrräder verkaufen, wenn diese eine Rahmennummer haben. Die Erlaubnis eine Rahmennummer auf die Fahrräder zu prägen erteilt die dänische Polizei nur, wenn man eine Umsatzsteuer-Registrierung hat und die bekommt man nur als Firma – deshalb gründete Erik eine Firma, die er nach seinem Sohn Peter „Peter Pedal Bicycles“ nannte. Die Fahrräder verkauften sich ziemlich schnell und Erik dachte stolz: „Wenn mehr Leute ein Fahrrad wollen, würde er einfach mehr machen!“

Sobald ein Fahrrad geliefert wurde, kam eine neue Bestellung. Da Erik am Anfang noch in einer kleinen Schmiede in Vanløse arbeitete und dort die Werkstatt auch für seine Fahrradproduktion nutzen durfte, musste er die Fahrräder als Einzelteile bauen (er konnte ja schlecht die Schmiede mit seinen Fahrrädern vollstellen), die schließlich in seiner privaten Garage zu Hause in Frederiksberg zusammengebaut wurden.
Kunden wollten ihre Fahrräder in Frederiksberg besichtigen und abholen
. Mit 20 Fahrrädern in der Garage Frederiksberg war bald die Grenze erreicht und ein Lager in Albertslund, das als Ausstellungsraum und Lagerraum diente, wurde angemietet.
Aber die Kunden wollten nicht nach Albetslund fahren, um die Fahrräder abzuholen oder zu testen, daher holte er die Räder immer nach Frederiksberg, wo die Kunden dort Testen oder Abholen konnten.
In der Garage wurden jetzt nur Fahrräder für Testfahrten und fertige Fahrräder die auf ihre Abholung warteten untergebracht.

2005 – Namensänderung von Peter Pedal Bikes zu BelleBike

Im Jahr 2005 wurden die Rahmen von Stahl auf Aluminium umgestellt. Wegen der Ähnlichkeit des Firmennamens mit einer dänischen Kinderbuchfigur, sollte auch diese Änderung mit einen neuen Firmennamen einhergehen .
Zu dieser Zeit erwarteten Erik und seine Frau ihr zweites Kind, was laut Ultraschall ein Mädchen werden sollte. Sie beschlossen es Isabella zu nennen womit der neue Firmenname für Erik klar war: „BellaBike“.
Die Ärzte lagen aber falsch, es wurde ein Junge.
Zu dieser Zeit waren bereits 200 Fahrräder mit dem Namen BellaBike auf dem Rahmen auf den Straßen unterwegs, also blieb der Name!

2007 – Der Tag hat zu wenig Stunden …

2007 schaffte es Erik zeitlich nicht mehr alle Rahmen selbst herzustellen, es waren zu viele Bestellungen. Deshalb wurde die Rahmenproduktion ausgelagert und Erik konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung, den Kundenkontakt und die Endmontage und -kontrolle der Fahrräder.
Platzmangel in der Garage …
Schließlich gab es so viele Fahrräder in der Garage, was bedeutete, dass man viele Fahrräder bewegen musste, um das richtige Fahrrad zu finden. Der Standort in Borups Allé, in der Nähe Eriks Hauses wurde bezogen. Jetzt konnten alle Fahrradmodelle von BellaBike ausgestellt werden.

2017 – die Idee BellaBike Germany entsteht …

Wir vom BellaBike Germany-Team kamen eher zufällig auf diese tollen Fahrräder aus Eriks Produktion:
Auf der Suche nach einer besseren und bequemeren Sitzlösung für unser Transportfahrrad stießen wir nach langen Recherchen auf die AluChairs von BellaBike und die Frage „Wo kaufen?“ Stand im Raum. Der eigentliche deutsche Händler reagierte auf keine Anfrage, weder per Telefon noch per Mail. Auch die Webseite war nicht aktiv! Währen wir uns aber mit dem Stühlen beschäftigen wurde wir auch neugierig auf die Räder. Zum Glück gibt es ja Youtube usw. Die ersten Eindrücke machten Neugierig, wie fährt es sich wirklich? Wie ist die Qualität? usw.
Spontan packten wir unsere 2 Kinder ein und flogen für ein verlängertes Wochenende nach Kopenhagen, schauten uns die Fahrräder und natürlich die bequemen Sitze vor Ort an und waren begeistert. Die Idee den Vertrieb in Deutschland zu übernehmen war geboren und das ganze ohne Businessplan oder was auch immer. Und die tollen Sitze nahmen wir im Handgepäck gleich mit.

März 2018 – BellaBike Germany startet

Es dauert dann noch 5 Monate bis die Idee in die Wirklichkeit umgesetzt werden konnte. Webseite, Werkstatt usw. galt es vorzubereiten und dann waren sie endlich da … die ersten BellaBikes fuhren auf Berlins Straßen und dann direkt auf die VELO in Berlin. Ein sehr spontaner Messeauftritt, aber doch mit viel positiver Resonanz.
Wir freuen uns auf Euch, erstmal nur in Berlin, bis ein Händlernetzwerk (ja das ist unser Ziel) auch andere Gebiete erfaßt und damit Probefahrten nicht nur in Berlin möglich sind (Münchner aufgepaßt es gibt wohl ein Bella4 im Rahmen https://www.freie-lastenradler.de).